11.07.06

Mahlberger Kommunionskinder haben zugunsten einer Spendeauf einige Geschenke verzichtet.   
Mahlberg/Orschweier (mm).
Eine Spende besonderer Art brachten 20 Drittklässler der Mahlberger Grundschule am letzten Donnerstag in derOrschweierer Hansjakob-Förderschule vorbei: 430Euro nämlich, in Scheinenauf einem Landschaftsbilddrapiert, als Haus, Boote undSchmetterlinge gefaltet. Ge-sammelt wurde das Geld vonden 40 diesjährigen Kommunions-kindern der Mahlberger katho-lischen Pfarrgemeinde St. Leopold: Sie hatten von sich aus auf Gegengeschenke verzichtetund die eingesparten Beträge statt dessen gespendet. Die andere Hälfte, weitere 430 Euro,wird noch dem Lahrer Treff für Behinderte und Nichtbehinderte überbracht werden. Schulleiter Franz Gieringer hatte zur Spendenübergabe einen herzlichen Empfang mit allen Förder- und auch Grundschülern auf dem Pausenhof organisiert. Er dankte allen Kommunionskindern und der katholischen Gemeindereferentin Rosemarie Haas für ihren ausgeprägten Gemeinsinn. Das gespendete Geld wird für die Anschaffung von Spielmaterial für die Schulpausen verwendet werden, kommt somit gleichermaßenden Förderschul- und Grundschulkindern in Orschweier zugute. Viele der kleinen Spender hatten hier selbst ihre Schulkarriere begonnen.    

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26.09.06                 
Gute Laune in der Hansjakob- Förderschule: Gemeindevertreter freuen sich über einen gelungenen ersten Sanierungsabschnitt.  
Orschweier (mm).
Einen angenehmen Termin hatten die Gemeindevertreter von Mahlberg, Ettenheim, Ringsheim, Rust und Kappel- Grafenhau-sen am letzten Dienstag wahrzunehmen:
Als gemeinsame Träger der Orschweierer Hansjakob- Förderschule begutachteten sie die Ergebnisse des ersten Sanierungsabschnitts.  Mahlbergs Bürgermeister Dietmar Benz, federführend zuständig für die Maßnahmen, erläuterte seinen Kollegen Bruno Metz, Günter Gorecky und den Bürgermeister- Stellvertretern Chista Mutz und Walter Batt, dass mit einer voraussichtlichen, im Planungsrahmen gebliebenen Kostensumme von 346 000 Euro zurechnen sei, die nach einemfestgelegten Schlüssel auf die Gemeinden verteilt wird. Architekt Heinz Schlager und Energieplaner Man-fred Eichhorn zeigten den Gästen, welche Instandhal-tungsarbeiten während der letzten Schulferien geleistetworden sind: Neue Sanitäranlagen nämlich, von Toilet-ten bis hin zu Abstell-  und Personalräumen nebst einer kleinen Teeküche. Im ersten Stock, wo auch zwei Klassen der Mahlberger Grundschule untergebracht sind, entstand,weil es die Feuerwehrexperten so gefordert hatten, ein zweiter    Rettungsweg über eine Außentreppe. Die Heizungsanlage wurde mit einer neuen Regeltechnik versehen künftig werden so bis zu 70 Prozent Strom eingespart. Rektor Franz Gieringer zeigte sich höchst zufrieden mit dem Ergebnis der ersten Sanierungstufe und dankte den beteiligten Gemeinden für ihre Bereitschaft, sie zu finanzieren. Benz packte die Gelegenheit gleich beim Schopf und kündigte an, schon bald über den nächsten Bauabschnitt verhandeln zu wollen. Der beinhaltet eine Dachsanierung nebst Wärmedämmungen, was neben der Lösung von Undichtigkeitsproblemen auch zuweiteren Energieeinsparungen führen soll. Die dafür auf dieGemeinden fallenden Einzelsummen bewegen sich in einer ähnlich zu bewältigenden Größenordnung wie bei den nun abgeschlossenen Arbeiten, deshalb hofft Benz darauf, dass die zuständigen Gemeinderatsgremien grünes Licht geben werden, um die geplanten Maßnahmen schon 2007 in Angriff nehmen zu können. Weitere Sanierungsstufen, wie sie eben-falls bereits in der Planung sind, hätten dagegen noch etwas Zeit, tröstete Benz.  

18.07.06                                                          
Förderschulabgänger mit Persönlichkeit: Einige haben neben ihrem Schlusszeugnis schon  eine Lehrstellen- Zusage in der Tasche. 
Orschweier (mm).
Für elf Jugendliche hieß es am letztenFreitag, Abschied von ihrerHansjakob- Förderschule zunehmen: Mit einem lachenden Auge, weil es Abschlusszeugnisse gab, mit einem weinenden, weil sich die Schülerhier offensichtlich wohl gefühlt hatten. Traditionell gestalteten alle Klassen eine kurzweilige Fei-erstunde für die jungen Absolventen und ihre Eltern. Da traten die Erste und Zweite als von Piraten gejagte Matrosen auf,herrlich kostümiert, sogar mit Booten, Palmen, Papagei und Strandmuschel- Schatzhöhle.„If you`re happy“, beklatschten die 3. und 4. Klassen auf englisch ihre ehemaligen Schulkameraden, wünschten ihnen Erfolg, Glück, Zufriedenheit, und was man sonst noch so brauchen kann. Die 5.und 6.Klasse ließ per Handpuppen Kasper den Polizisten veräppeln, die siebte beteiligte sich mit einem herrlichen Sketc hüber die Frage, warum es Kaffee nur in Tassen oder Kännchen gibt, die 8. und 9. ließ eine Drückebergerin vor Aktenbergen erkennen, dass es sich nicht auszahlt, vor Arbeit weg zu laufen. Schließlichpräsentierte sich die Neunte selbst mit einer humorigen „letzten Schulstunde“. Dann wurde es ernst: Schulrektor Franz Gieringer erinnerte daran, dass es manchen derSchulabgänger (und ihrenEltern) ehedem nicht leichtgefallen sei, von der Grund-zur Förderschule zu wechseln. Sie hätten jedoch einen Ort gefunden, an dem der Leistungsdruck vermindert und Rücksicht auf Schwächen genommen, trotzdem Wert auf die optimale Entwicklung ihre Fähigkeiten gelegt wurde. Gieringer lobte: „Ihr habt euch zu Persönlichkeiten ent-wickelt!“ Wie beim Radsport brauche es nach einem Etap-pensieg wie dem Schulabschluss allerdings auch weiterhin Stärke, Willenskraft, Mut, Konzentration und Ausdauer: „Eine neue Wegstrecke liegt vor euch!“ Einige sind schon unterwegs: Vanessa Weis tritteine überbetriebliche Ausbildung als Bäckerin an, Maxim Bril hat schon jetzt nach dem anstehenden Besuch der Lahrer gewerblichen Schule einen Ausbildungsplatz im Metallbereich in der Tasche, und zwei weitere Schulabgänger werden beim Berufsfindungswerk Dinglinger Haus eine Ausbildung antreten. Da freute sich auch Jürgen Beloch, als Oberstufenleiter maßgeblich für eine neu entwickelte be-rufsorientierende Konzeptionverantwortlich, die längstihre Früchte trägt: In den letzten beiden Schuljahren werden bis zu neun Berufspraktika absolviert, statt, wie früher, nur eines. Das geht natürlich nur, weil sich Betriebe im ganzen Südbezirk, dem Einzugsbereich der Hansjakob- Förderschule, dafür zur Verfügung stellen. Beloch: „Wir haben uns erfolgreich auf die neue Arbeitswelt eingestellt!“ Erfolg derAnstrengungen: Immer mehrvermittelte Ausbildungsplätze trotz Lehrstellenknappheit. Manche Hauptschulabgänger stehen schlechter da.