Am 30. Juni 2006, um 15:00 Uhr wurden die zwei Orschweier Störche beringt.

Neues von den Störchen

Zurück zur vorigen Seite

Orschweierer Störche kämpfen gegen Naturgewalten.
Vier Eier liegen im Nest, Ende Mai wird geschlüpft.   

Orschweier 13.05.06 (mm).
Dank der „Direktübertragung“ aus dem Schlauchturm- Storchennest auf einen Monitor im Schalterraum der Orschweierer Volksbank- Filiale wissen es viele Einwohner schon aus eigenem Augenschein: Vier Eier liegen seit der letzten Aprilwoche im Nest und werden fleißig bebrütet. Am letzten Samstag hatte es das Storchenpaar in luftiger Höhe allerdings wenig gemüt-lich: Nicht nur Schlagregen, sondern auch Hagelschauer machten ihnen mächtig zu schaffen. Da die Jungen noch nicht geschlüpft sind, besteht gute Hoffnung, dass der künftige Nachwuchs unterm schützenden Gefieder der Eltern keinen Schaden erlitten hat. Allerdingsmüssen sich alle Storchenfans- und deren gibt es viele inOrschweier - darauf gefasst machen, dass nicht alle Storchenküken nach dem Schlüpfe nüberleben werden: Gleich vier mit Futter zu versorgen, schaffen die wenigsten Alten, oft wird schon mal ein schwächeres aus dem Nest gedrängt, kein Wunder bei der Platznot! Auch das Wetter kann noch den Lauf der Natur bestimmen: Bereits in früheren Jahren überlebten Junge bei plötzlichem nasskalten Wetter nicht. Für den langjährigen Storchenbetreuer Wolfgang Hoffmann vom NABU Ettenheim ist das nichts Außergewöhnliches: Im Not-fall wird er versuchen, mit  Hilfe der Drehleiter der  Ettenheimer Feuerwehr die schwächsten Jungen aus demNest zu holen. Um eines bittet Hoffmann weiterhin dringend: Man möge die Störche,wie bis weilen im Dorf geschehen, keinesfalls zufüttern: Fleischbrocken im Hof helfen ihnen nicht- sie müssen das Futter für den Nachwuchs nu nmal selbst in der freien Um-gebung „erjagen“. Ob und womit zugefüttert wird, solle man Spezialisten überlassen.  Wer nun tatsächlich im Orschweierer Nest sitzt, steht noch nicht zweifelsfrei fest. Am 11. Februar standen erstmals zwei Adebare auf dem Nest, kämpften später darum. Einer hat sich wohl durchgesetzt, nämlich das altbekannte Männchen aus dem Elsass, allerdings konnte die Ringnummernoch nicht zweifelsfrei abgelesen werden. Sollte es das alte Männchen sein, könnte es seine Gattin schon wiedergewechselt haben. Vor zwei Jahren kam seine langjährige Partnerin wohl zu spät ausAfrika zurück und wurde möglicherweise beim Kampf mit der neuen Nebenbuhlerin so stark verletzt, dass sie einigeZeit darauf verendet gefunden wurde. Aber auch ihre Nachfolgerin scheint dieses Jahr Pech gehabt zu haben: Sie wurde von einer Störchinverdrängt, die einen Laschenring mit anderer Nummer trägt und aus dem Nordelsass stammt. Zwischen dem 25. und 30. Mai soll es soweit sein: Dann müssten die Jungstörcheschlüpfen. Hoffmann bittet darum, dann per Monitor zu beobachten und im Orschweierer Rathaus zu melden,wie vital der Nachwuchs ist, um notfalls einzugreifen.

Nachwuchs im Orschweierer Storchennest fast komplett.

Orschweier 26.05.06 (mm). Frohe Botschaft aus dem Storchennesthoch droben auf dem Orschweierer Feuerwehr- Schlauchturm: Drei Junge sind in den letzten Tagen ausgeschlüpft, bislang von den Eltern wohlbehütet und gefüttert. Das letzte, vierte Ei liegt noch drin, demnächst müsste sich auch dort was tun. Das Wetter ist derzeit nicht optimal, um die Jungstörche über die kritischen ersten Wochen zu bringen. Da aber im Gegensatz zur Kamera am Ettenheimer Rathaus-Storchennest die Fernsehüberwachung in Orschweier bestens funktioniert, besteht die Hoffnung, dass rechtzeitig bei Schwierigkeiten eingegriffen werden kann. Der NABU- Storchenbetreuer Wolfgang Hoffmann ist jedenfalls darauf vorbereitet, notfalls mit Hilfe der Ettenheimer Feuerwehr per Leiter Junge zu retten, falls es nötig wird. Eins bleibt (wie berichtet) klar: Wenn alle vier Jungstörche demnächst gemeinsam im Nest sitzen sollten, wird es arg eng da oben, vor allem darf kein nasskaltes Wetter dazwischen kommen. Deshalb ist es wichtig, alle Beobachtungen über Schwierigkeiten im Nest, die auf dem Monitor im Orschweierer Rathaus zu den Öffnungszeiten der Volksbank gemacht werden können, schnell zu melden, am besten beim Orschweierer Ortsvorsteher Dieter Beck und natürlichbei Hoffmann.         

Die orschweirer Winzlinge

Storchen-Rettung in letzter Minute.   

Orschweier 30.05.06 (mm).
Rettung aus höchster Not: Gestern vormittag kletterte NABU- Storchenbetreuer Wolfgang Hoffmannmit Hilfe der Ettenheimer Feuerwehrleiter ans Nest auf dem Orschweierer Schlauchturm. Grund: Bei dem derzeitigen nasskalten Wetter besteht große Gefahr, dass die vor wenigen Tagen geschlüpftendrei Storchen- Jungen (wir berichteten) eingehen. Die Sorge war begründet, denn das zuletzt geschlüpfte Küken warschon so entkräftet, dass es bald gestorben wäre. Hoffmann nahm es aus dem Nest- in den nächsten Wochen wird es bei hm zu Hause aufgepäppelt, da ist auch seine Ehefrau gefragt. Eventuell kann das Jun-ge, wenn alles gut geht, in einigen Wochen wieder ins Orschweierer Storchennest zurück gesetzt werden. Die beiden Geschwister machte neinen kräftigeren Eindruck, drum ließ sie Hoffmann hochdroben bei ihren Eltern. Wenige Minuten nach der Rettungsaktion setzte sich die geflüchtete Mutter wieder schützend auf ihren verbliebenen Nachwuchs, vorher schien sie irritiert eine Weile nach dem dritten Küken Ausschau zu halten. Hoffman war zu dieser Zeit mit der Feuerwehr schon wieder unterwegs, um eilends auch im Ringsheimer Storchennest nach dem Rechten zu schauen.  Mehr Nachwuchs ist übrigens in Orschweier nicht mehr zu erwarten: Das vierte, noch nicht ausgebrütete Storchen-Ei fand sich nicht mehr im Nest. Aber auch mit den nun verbliebenen zwei Jungen haben die Eltern noch genugzu tun: Die schwierige Futtersuche nimmt sie weiterhin voll in Anspruch.

Nasskaltes Wetter setzt den Störchen arg zu. „Storchensterbewetter“Kontrollen der Nester in Ettenheim, Orschweier und Ringsheim. Ein Jungstorch in Orschweier aus dem Nest geholt  

30.05.2006
Auf  Grund der nasskalten Witterung muss bei den Störchen zur Zeit mit hohen Verlusten gerechnet werden. Um zu sehen, wie ernst es tatsächlich ist, entschloss sich Storchenbetreuer  Wolfgang Hoffmann vom NABU mit Hilfe der Ettenheimer Feuerwehr, die Nester in Ettenheim, Orschweier und Ringsheim direkt zu kontrollieren (in Ettenheim ist die Kamera ausgefallen, in Orschweier war abends abgeschaltet worden und in Ringsheim ist das Nest überhaupt nicht einsehbar).  Die drei Orschweirer Jungstörche sind zuletzt geschlüpft und dürften es am schwersten haben. Das kleinste Junge wog mit 120 g etwa die Hälfte von seinem nächst größeren Geschwister. Hoffmann nahm es heraus, weil es im Nest sicher nicht überlebt hätte. Es wird in eine Storchenstation bei Freiburg gebracht. Die drei Ettenheimer Jungstörche sind mit ihrem Alter von fast vier Wochen schon deutlich größer. Auch sie waren durchnässt und klamm. Die drei Ringsheimer Jungstörche dürften schon etwa fünf Wochen alt sein und das schlechte Wetter am ehesten überstehen. In einer Woche können sie beringt werden.  

Klein und verloren im grossen Nest... Dieter Beck hält den kleinsten Storch in der Hand
Behutsam hält Dieter Beck den kleinen Storch
Soweit sind die Ettenheimer
Die Ringsheimer Störche da wirkt das Nest schon etwas kleiner

Bilder:
Die Bilder wurden am Dienstagmorgen in Ettenheim, Orschweier und Ringsheim von Wolfgang Hoffmann aufgenommen.  Orschweier: Ortsvorsteher Dieter Beck hält das kleine Storchenjunge in Händen.