Badisch, bunt, konfettireich:
Nach dem Umzugsende wurdekräftig weiter gefeiert.

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Orschweier (mm). Superlative beim großen Umzug der Narrenzunft Hornig am letzten Sonntag: Nicht nur das Wetter machte mit, lockte tausende Gäste aus der ganzen Region an. Mit 60 Gruppen und rund 1700 Hästrägern waren so viele aktive Narren dabei, wie nie zuvor. Der Zug-Organisator und Ansager Achim Metzger hatte trotzdem auch dieses Jahr den Überblick behalten. Klar, dass traditionell die wackere Orschweierer Feuerwehrabteilung mit ihrem bejahrten „TSF“ voran fuhr, der Musikzug der Hornig mit seinen Hästrägern der Jockele und Kühen folgte, sich das Prinzenpaar Adrian I. und Andrea II. hoch auf weiblichem Rind zeigte. Klar auch, dass die Partner- Narrengilde aus Wyhl gleich vorne im Zugmit dabei war, der Fanfarenzug aus Rielasingen- Arlen (liegt am badischen Bodensee-Teil) und als besonderes Bonbon die Narrenvereinigung Oberwolfach. Die reiste gleich mit 160 Teilnehmern an, darunter Kaffeetanten, Lämpi-Hexen, Serrengeister und Wölfe, sogar der selten auftretenden Trachtenkapelle, einbuntes Bild alemannischen Fasnachts- Brauchtums bietend. Dann folgte der „Vereinsblock“:Narrenzunft Mahlberg, Musikverein, MGV und Singkreis, SCO-Balldamen und Alte Herren als kämpferische Samurais, Joghurt- Fans eines gewissen bundesweiten Lebensmitteldiscounters, dann gern gesehene Gäste aus der näheren Umgebung,wie die Kippenheimer Moorepätscher- Guggemusik, Altdorfer Sendewellen, Wallburger Wilde Christen, Ettenheimmünsterer Wällebengler oder Herbolzheimer Nachtschattenteufel. Alle bunten Narrengruppen zu erwähnen, geht nicht, die aus Münchweier, Rust, Rippoldsau, Wagenstadt, Schuttern, Tuniberg, Ringsheim, Bohlsbach, Wittenweier, Lahr, Breisach, gar Frei-burg oder Berkheim mögen verzeihen. Bettseicher waren dabei, Zapfenmichels, Hanfrözis, Brasilianer, Kruttstumpe und vielemehr. Haufenweise Hexen dazu, wie es sich für den Schwarzwaldrand gehört: Die aus dem fernen Aufen (bei Donaueschingen), Berkheim, Galgenberger, vom Rossbach, Kahlenberg oder Rhiwald, natürlich auch aus Lahr und Kippenheimweiler. Fast zuviel schon: Als der Anfang des närrischen Zuges die  Dorfhalle wieder erreichte, machten sich die letzten Mitläufer von dort aus erst auf den Weg. Den Zuschauer nin den Gassen und Straßen Orschweiers gefiel es trotzdem, sie harrten neben dem Augenschmaus gern für geworfene Süßigkeiten aus, kamen allerdings um gehö-tige Portionen Konfetti selten herum. Nicht zu vergessen die Wagen: Grüne Par-tychopper- Jungs in ihrer Holzhütte, die BrucktälerHiddies mit einem (Schwarz)- Bauwagen, Austin- Power- Altdorfer (mit der Höhe ihresGefährtes bisweilen kämpfend), Kappeler pyramidale Ägypter, ein Riegeler U- Boot, WyhlerRömer- Arena und Mexikaner dazu: Sage niemand, Internationalität und Geschichte hätte gefehlt! Ende des Umzugs: Stimmung in der Halle und den Dorfkneipen, auch auf den Straßen noch lange nach deren Freigabe für die zuvor ausgesperrten Autofahrer.