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13.07.07Aufgeregte Schüler und gespannte Eltern: Der Schulabschluss an der Hansjakob- Förderschule wurde mit einem bunten Programm gefeiert.

Von Michael Masson. Wenn in der Hansjakob- Förderschule in Orschweier aufgeregte Schüler durch die Gänge sausen, Lehrer letzte Regieanweisungen geben und gespannte Eltern ihre Plätze einnehmen, ist es wieder soweit: Die Schulabschlussfeier steht unmittelbar bevor. Sei vielen Jahren wird sie tra- ditionell mit einem bunten Programm aller Schülerinnen und Schüler gestaltet, so auch gestern morgen. Nico Bellert, einer der Schulabgänger, begrüßte alle Gäste, darunter auch Bürgermeister Dietmar Benz, Ortsvorsteher Bernd Dosch und Pfarrer Stefan Saum. Und schon ging´s los: Die Klasse 1/2 begeisterte mit einem Sirtaki- Volkstanzselbst für Erwachsene, wenn sie nicht gerade geborene Griechen sind, alles andere als einfach. Auch die Klasse 4/5 kam mit ihrem Rotkäppchen- Märchen in zwölf Bildern gut an- waren sie doch liebevoll selbst gemalt. „Brüderlein, komm tanz mit mir“, sang die 3/4 nicht nur, sondern setzte das Lied natürlich auch in Bewegung um. Für Theater- Szenen aus dem Schul- alltag hatten sich die „Englän- der“ der Klassen 3/4 und die achte zusammen getan, um etwa besondere Feinheiten des Bruchrechnens auf die Schippe zu nehmen oder die besten Ausreden für fehlende Hausaufgaben zu finden- auf englisch und gleich in deutscher Übersetzung dazu. Die Klasse 5/6 landete einen Hit mit ihrem Song „Wir woll´n den Eisbär´n sehn“ (nämlich den berühmten Knut aus Berlin), und dann war die neunte Abschlussklasse selbst dran: Sie bot amüsante Schattenspiele, etwa einen Zahnarzt mit Heimwerker- Bohr- maschine. Aber es wurde auch Ernst: Romina Fragapane trug die von den Schulabsolventen selbst erarbeiteten Abschluss- rede vor. Besonders das letzte Jahr sei wie im Fluge vergangen, durchaus anstrengend, aber lehrreich.

Dazu hatten auch neun Betriebspraktika beigetragen, die dank der Bereitschaft einiger Firmen in der Region erste Einblicke ins Berufsleben und manche Orientierungshilfe gaben. Spätestens hier wurde erfahren, dass Schule doch schöner ist. Nun haben die Schulabgänger ihren Rucksack gepackt- anhand eines Bergsteigers in voller Ausrüstung machten sie sich Gedanken über den steilen Weg ins Berufsleben- in Teamarbeit. Erkenntnis: „Wir brauchen viel Mut und Selbstvertrauen“. Auch Klassenleh- rer Jürgen Beloch wünschte ihnen Tatkraft und Durchhaltevermögen. Fast alle werden nun in Sonderberufsfachschulen des Jugenddorfs Offenburg und Dinglinger Hauses in Lahr weiter lernen oder ein berufsvorbereitendes Jahr an der Lahrer Gewerbeschule absolvieren, eine Schülerin wiederholt trotz guter Noten auf Elternwunsch die neunte Klasse. Natürlich vergaßen die Schulabgänger, assistiert von der scheidenden Eltern- beiratsvorsitzenden Antonia Bellert, nicht, sich bei Rektor Franz Gieringer, allen Lehrern und Eltern für die vielfältige Unterstützung zu bedanken, die sie in ihrer Schulzeit erfahren haben. Nach der letzten Zeugnisverteilung dankte Beloch besonders seiner Kollegin Conny Kaufmann, die seit vielen Jahren als Organisatorin der Abschlussfeiern mit viel Aufwand für eine „gemütliche Wohlfühlatmo- sphäre“ gesorgt habe.