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02.03.07Fulminanter Start der neuen Mahlberger Bahn- Bürgerinitiative: 38 Gründungsmitglieder hoben sie aus der Taufe.

Mahlberg (mm). Und abermals wurde der Platz im Nebenzimmer des Gasthauses „Krone“ knapp: Am letzten Freitag fanden sich dort rund 50 Menschen zur Gründung einer neuen „Bürgerinitiative gegen Bahnlärm Mahlberg/Orschweier“ (BIBL) ein. Die Mit- Initiatoren Dietmar Kraske und Martin Zetting berichteten über bisherige Aktivitäten der Vorbereitungsgruppe. Entstanden war die Idee auf einer StammtischVeranstaltung der Mahlberg/ Orschweierer SPD, die auch Schützenhilfe bis zur Gründung leistete. Nun wird die neue Bürgerinitiative überparteilich arbeiten. Ihre Zielsetzung laut einstimmig beschlossener Satzung: Die Bürgerschaft über die Auswirkungen der Gleiserweiterungspläne der Deutschen Bahn (DB) zu informieren, Veranstaltungen und Diskussionen dazu durchzuführen, über wirksamen Schutz vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch Lärm, Erschütterungen und Staub sowie Wertminderungen ihres Eigentums aufzuklären. Kraske und Zetting berichteten im Wechsel über die bisherigen Pläne der DB, kritisierten insbesondere, dass deren Prognose künftiger Güterzugzahlen längst überholt sei. Alternative Trassenführungen, insbesondere eine entlang der Bundesautobahn, seien bislang aus Kostengründen nicht untersucht worden. Mahlbergs Bürgermeister Dietmar Benz erläuterte, dass der Gemeinderat in früheren Jahren einen optimalen Lärmschutz gefordert habe, 2005 eine alternative Trassenführung an der Autobahn allerdings mehrheitlich nicht befürwortet habe, weil, wie Benz formulierte „das Damoklesschwert einer Querverbindung durch die Gemarkung“ über der Gemeinde hing. Das sei nun durch die aktuellen Positionen in Lahr, Ringsheim, Herbolzheim und Kenzingen erledigt, der Gemeinderat werde sich deshalb erneut auch mit einer Autobahnbündelung befassen. Schließlich, erklärte Benz, werde hier eine Entscheidung für die nächsten 150 Jahre gefällt, „da darf eine für die Bürger akzeptable Lösung nicht am Geld scheitern!“ Das sah auch Orschweiers Ortsvorsteher Dieter Beck nicht anders, der die bisherige Haltung des Gemeinderates kritisierte und darauf verwies, dass im Gegensatz dazu sich der Ortschaftsrat schon längst einstimmig für eine Autobahn - Gleistrasse ausgesprochen hat.

Gleich nach Verabschiedung der Satzung schritten die 38 Gründungsmitglieder der BIBL zur Tat und wählten einen Vorstand. Vorsitzender ist Dietmar Kraske, Martin Zetting sein Stellvertreter. Ebenso einstimmig wurden Susanne Zetting zur Kassiererin und Michael Masson zum Schriftführer gewählt, Dieter Beck, Peter Textor, Edelgard und Ernst Rickels zu Beisitzern. Nun werden unverzüglich die Vereinseintragung beim Amtsgericht und der Gemeinnützigkeitsstatus beim Finanzamt beantragt. Auf einer ersten Informationsveranstaltung der BIBL am 25. April soll das Thema Lärmschutz im Mittelpunkt stehen. Benz bat um Verständnis, dass er als Bürgermeister der Initiative nicht beitreten könne. Er unterstütze sie jedoch gerne auch weiterhin, man habe gemeinsame Ziele. Schließlich, erklärte Benz, werde hier eine Entscheidung für die nächsten 150 Jahre gefällt, „da darf eine für die Bürger akzeptable Lösung nicht am Geld scheitern!“ Das sah auch Orschweiers Ortsvorsteher Dieter Beck nicht anders, der die bisherige Haltung des Gemeinderates kritisierte und darauf verwies, dass im Gegensatz dazu sich der Ortschaftsrat schon längst einstimmig für eine Autobahn - Gleistrasse ausgesprochen hat. - 3 Gleich nach Verabschiedung der Satzung schritten die 38 Gründungsmitglieder der BIBL zur Tat und wählten einen Vorstand. Vorsitzender ist Dietmar Kraske, Martin Zetting sein Stellvertreter. Ebenso einstimmig wurden Susanne Zetting zur Kassiererin und Michael Masson zum Schriftführer gewählt, Dieter Beck, Peter Textor, Edelgard und Ernst Rickels zu Beisitzern. Nun werden unverzüglich die Vereinseintragung beim Amtsgericht und der Gemeinnützigkeitsstatus beim Finanzamt beantragt. Auf einer ersten Informationsveranstaltung der BIBL am 25. April soll das Thema Lärmschutz im Mittelpunkt stehen. Benz bat um Verständnis, dass er als Bürgermeister der Initiative nicht beitreten könne. Er unterstütze sie jedoch gerne auch weiterhin, man habe gemeinsame Ziele.