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Bürgermedaillen für Ruth Wurth und Alfons Obergföll

Mahlberg (mm). Höhepunktder städtischen Ehrungsfeierlichkeiten, bei denen amletzten Freitag auch Blutspender, Blumenpfleger, jugendliche und erwachsene Sportler für besondere Leistungen ausgezeichnet wurden (wir werden noch darüber berichten) war die Verleihung der Mahlberger Bürgermedaille an zwei verdiente Persönlichkeiten. Erstmals wurde die neue Medaille, die für besondere Verdienste um das Gemeinwohlverliehen wird, vor zwei Jahren Ludwig Loerwald und Herbert Roeske überreicht. Nun lüftete Bürgermeister Dietmar Benz das bislang wohl gehütete Geheimnis. Einstimmig hatte der Gemeinderat beschlossen, jetzt RuthWurth und Alfons Obergföll mit der Auszeichnung besonders zu ehren. Wurth habe trotz ausgefüllten Familienlebens über viele Jahrzehnte hinweg Zeit für zahlreiche ehrenamtliche Tätigkeiten und soziales Engagement gefunden. So hatte sie schon nach dem zweitenWeltkrieg begonnen, Spendenaktionen zu initiieren, dabei Lebensmittel und Bedarfsgüter selbst zu sammelnund etwa nach Polen, Rumänien und Jugoslawien zutransportieren, dort zuverteilen. Fünfunddreißig Jahre lang war Ruth Wurth Mitglied des katholischen Pfarrgemeinderats und Stiftungsbeirates, fast ebenso langeVorsitzende der katholischen Frauengemeinschaft. Sie widmete sich, ohne jemals ein Aufsehen darum zu machen, der Hilfe und Betreuung zahlreicher kranker und bedürftiger Menschen. Nebenher betreute Wurth dreißig Jahre lang die Spendensamm- lung der Kinder am Dreikönigstag, zu denen sie auch sonst einen guten Draht hatte.

So wirkte sie in den achziger Jahren auf kirchlichen Zeltlagern nicht nur als Köchin, sondern auch Seelentrösterin und Mama für Alles. Bis heute betätigt sich die rüstige Rentnerin als aktive Sängerin beim Orschweierer Männergesangverein und Singkreis, als Organistin auch bei Gottesdiensten und Beerdigungen. Wurth sei, hob Benz hervor, öffentlich nie im Mittelpunkt gestanden, habe stets mit Bescheidenheit, aber beharrlich im Verborgenen gewirkt.Alfons Obergföll ist ein Urgestein des Orschweierer Sportclubs. Schon 1921 war der damals Achtjährige bei der Gründung des SCO dabei, seit 1930 aktiver und begeisterter Fußballspieler, stand noch bis 1960 selbst auf dem Rasen. Obergföll übernahm zahlreiche Vorstandsämter bis hin zum erstenVorsitzenden, leitete Jahre lang das Clubhaus, an dessen Bau und Renovierung er ebenfallsmitgewirkt hatte, betreut seit über 30 Jahren als Ältestenrat die Ehrenmitglieder des SCO, dessen Ehrenvorsitzender er schon seit 1984 ist. Bis heute ist der pensionierte Zollbeamte ein wohlwollender Gönner undSpender nicht nur seines eige-nen, sondern auch zahlreicher anderer Vereine, überreichte Benz auch gleich eine Spende für das Oberrheinische Tabakmuseum. Obergföll dankte für die Ehrung, sprach insbeson-dere den Nachwuchs an: „Wer die Jugend hat, hat die Zukunft“, meinte der 94jährige. Zur Bür-germedaille überreichte Benz den beiden Ausgezeichneten eine dazugehörige Urkunde nebst Ehrennadel.