Zurück zur vorigen Seite

Nicht bloß eine neue Kletterwand: An der Förderschule macht sie besonderen pädagogischen Sinn.

Von Michael Masson
Helle Freude herrschte in der Hansjakob-Förderschule nach den Osterferien: Dort wartet nämlich nun eine neu installierte Kletter- und Turnwand auf rege Benutzung von Schülern. Sie wurde komplett vom seit 5 Jahren rührigen Förderverein der Schule finanziert: 2 300 Euro hatte der dafür gesammelt und nun ausgegeben. Da freuten sich nicht nur Thorsten Loschwitz als Vereinsvorsitzender mit seiner Stellvertreterin Marion Meixel bei der offiziellen Übergabe mit vielenSchülern, auch Rektor Franz Gieringer war des Lobes voll:Das neue Gerät sei eine große Bereicherung im neu geschaffenen Schulraum für Bewegungs- förderung, animiere insbesondere die Kleinsten zur körperlichen Aktivität. Derzeit besuchen 75 Kinder aus dem Südbezirk von Ettenheimmit sämtlichen 5 Ortsteilen, Ringsheim, Rust über Kappel- Grafenhausen bis Mahlberg die Förderschule. Hier werden sie, ehedem als „Sonderschüler“ abgeschoben, von speziell geschulten Lehrkräften längst nicht nur betreut, sondern mit außerordentlichem pädagogischem Herzblut auf ein selbstständiges Leben vorbereitet - bis hin zur Berufsausbildung nebst möglichem Arbeitsplatz, trotz Konkurrenz all der anderen Schularten.

Die Erfolgsbilanz ist außergewöhnlich erfolgreich. „Lerne Dich kennen, mach aus dir, was du kannst“ war schon das Credo des ehemaligen Schulleiter Martin Winterhalter – Gieringer und sein Stellvertreter Jürgen Beloch halten es mit ihrem höchst motivierten Lehrer- Team um keinen Deut anders. Bewegungserziehung, Förderung der Motorik und des Gleichgewichtes seien Ziele, die selbst an herkömmlichen Schulen mittlerweile vernachlässigt werden. Um so mehr käme es darauf an, lernbehinderten Kindern den Weg in ein erfülltes Arbeitsleben zueröffnen, sie mit Hilfe der Eltern dahin zu begleiten.Viele von ihnen haben sich mittlerweile im Förderverein der Hansjakob- Schule engagiert, und da ist noch kein Ende abzusehen: Gerade hat der weitere 400 Euro (abermals auch mit Hilfe privater Spender und Firmen) lockergemacht, um nun eine digitale Spiegelreflexkamera anschaffen zu können. Damit eröffnen sich weitere Möglichkeiten, die Förderschüler kreativ tätig werden zu lassen, mit heutiger Technik vertraut zu machen.