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Tausende säumten die Dorfstraßen: Der Orschweierer Narrenumzug zog wieder Zuschauer aus der ganzen Region an.
Von Michael Masson
Das gibt´s nur ein Mal im Jahr: Orschweiers Hauptund weitere Straßen waren von mehreren tausend Zuschauern gesäumt, als sich am Sonntag Mittag der Narren Umzug der „Hornig“ in Bewegung setzte und durch das Dorf wälzte. Da strahlte die Sonne unter fast blauem Himmel, und die Narren lachten dazu, Oberzunftmeister Thomas Brettschneider ganz besonders: Mehr Gäste, viele von Auswärts, hätte Orschweier kaumnoch fassen können. Achim Metzger konnte als Kommentator das Mikrofon hoch auf dem Festwagen kaum aus der Hand legen. 57 Gruppenhatten sich nämlich mit über 2 000 aktiven Narren angesagt, boten den begeisterten Zuschauern am Straßenrand ein buntes, farbenprächtiges Bild. Klar war der närrische Südbezirk massiv mit von der Partie, nachdem der Hornig Musikzug mit Jockele, Kühen und dem Prinzenwagen vorne weg das Spektakel eröffnet hatte, gefolgt von der Wyhler Partner-Zunft. Ob Wilde Christen, Ramässer, Wällebengel, Hanfrözi oder Gullerkepf: Von Wallburg bis Ringsheim, von Rust bis Kappel waren sie dabei, selbst redend auch aus Ettenheim.Fanfarenzüge, Guggemusikenund vor allem Hästräger prägten das Geschehen. Haufenweise Hexen dabei, wie es sich gehört, Rossbacher, Balthasar, Kippener, die Schuhu Hexen aus Schiltach sogar mit statt Konfetti großzügig verteilten Flaumfedern.

Nach einer Stunde war gerade mal die Zugmitte im Dorfzentrum angekommen Rippoldsauer Zapfenmichel,Freiburger Mooswaldwiibli, Ottenheimer Schnooge Hansili repräsentierten den fernen Süden und das nahe Ried, Dörlinbach, Allmannsweier, und „Wiswiel“ dabei: Wie alle aufzählen, von Lahr bis Riegel, von Oberwolfach bis Zell Weierbach? Auch Umzugswagen dabei, etwa der wackere Orschweierer Männergesangverein samt Frauen Singkreis mit der Frage, wo nach dem Klimawandel die Schneemänner bleiben oder den „NinjaKämpfern“ des Sportclubs, die neben fußballerischem Kampfeswillen auch viel Rauch verbreiteten, als„Vorgeschmack auf eine BiomasseAnlage“, wie Metzger launig kommentierte. Auch der Mahlberger Turn und Sportverein hatte sich was einfallen lassen: Mit einem Schwarzwaldhaus und bollenhut bewaffneten „Jungfrauen“ nämlich. Aldis süße Bonbons, Chagga Babys, Party Piepelz: Bis zum Schluss harrten die Zuschauer gerne am Straßenrand ausanschließend füllte sich die Mehrzweckhalle, natürlich wurde noch bis in den Morgen hinein weiter gefeiert, zur Erleichterung der Orschweierer Freiwilligen Feuerwehr und Einsatzkräften des Roten Kreuzes übrigens ohne größere Blessuren – jedenfalls bis zu unserem Redaktionsschluss.