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Der Storch / Kinderseite
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Liebe Kinder, ich bin der Storch von Orschweier,

seit dem Jahr 1999 habe ich hier meine Wohnung auf dem Schlauchturm der Feuerwehr in luftiger Höhe bezogen.
Ich habe hier auch eine nette Storchenfrau gefunden, mit der ich 2004 drei Kinder großgezogen habe.
Orschweier ist ein nettes Örtchen. Wir können unsere Nahrung in unmittelbarer Umgebung suchen.
Die leckersten Sachen finden wir auf Feldern, an Bächen und Feuchtwiesen.
Oft kannst du mich über Orschweier fliegen sehen.
Die Volksbank und die Ortsverwaltung haben auch extra eine Kamera an unserem Nest angebracht
und einen Fernseher im Rathaus stehen, damit jeder weiß, was wir den ganzen Tag über tun.
Wir sind schon besondere Gäste! Genau wie andere Prominente stehen wir täglich vor der Kamera.
Ursprünglich komme ich aus dem Elsass.
Eigentlich wollte lange Zeit kein Storch mehr in Orschweier wohnen.
Seit 1971 bin ich der Erste, der sich nach 28 Jahren wieder hier wohlfühlt.
Das Nest wird vor meiner Ankunft jedes Jahr gereinigt und repariert.
Der Speiseplan in Orschweier ist auch schon wieder besser, wäre aber noch weiter ausbaufähig.
Wir Störche mögen nämlich ganz besonders Froschlurche, Eidechsen, Schlangen, Fische, große Insekten und ihre Larven. Davon brauchen wir 500-700 Gramm pro Tag. Da kommt schon was zusammen! Eine Storchenfamilie braucht fast 4.600 Gramm Nahrung pro Tag! Kein Wunder, dass sich meine Frau und ich während der Aufzucht unserer Jungen mit der Nahrungssuche und der Kinderstubenbetreuung abwechseln. Das ist sehr anstrengend!

Im Jahr 2005 hatte ich wie gewohnt mein Nest bezogen.
Meine langjährige Partnerin hatte die weite Reise vom afrikanischen Winterquartier zurück nach Orschweier zwar gut überstanden, aber nach einem Nestkampf mit einer anderen Störchin hatte sie vermutlich die Kraft verlassen, und sie starb an ihren Verletzungen. Die Ermittlungen konnten jedoch keine eindeutige Ursache über ihren Tod erbringen. Meine neue Frau hatte mir 2005 fünf wundervolle Kinder geschenkt, die aber leider dem Unwetter zum Opfer fielen. Stell dir vor, auch wenn es regnet, sitze ich oben im Korb und beschütze und wärme meine Kleinen mit meinen Flügeln, die wie ein Regendach funktionieren.
Klar bekomme ich dabei viele Regengüsse ab, aber ich bin ja auch groß und stark. Meine Kinder haben den eisigen Wind bei der Nässe aber leider trotzdem nicht überstanden. Ganz schön stürmisch da oben! Das war kein gutes Jahr für mich!

Anfang September 2005 bin ich wieder zu meinem Winterquartier im Elsass unterwegs. Normalerweise fliegen wir Störche nach Afrika. Viele überleben jedoch ihre weite Reise nach Afrika nicht, weil sie unterwegs nicht genügend Nahrung finden oder von Stromleitungen getötet werden.

Mal schauen, ob ich im Frühjahr 2006 wieder nach Orschweier komme.
Wenn ihr mich seht, winkt mir einfach zu, von oben kann ich alles sehen.

Euer Storch.

Auch 2006 ist der Storch wieder in Orschweier...

11.02.2006

Zwei Störch sind auf dem Nest

21.02.06

Kämpfe um das Nest

28.02.06

Zweiter Storch ist da

25.04.06

4 Eier im Nest

21/22.05.06

zwei Störche sind geschlüpft

24.05.06

ein dritter Storch schlüpft aus dem Ei

30.05.06

Storchenrettung - wegen nasskalter Witterung wird der geringste Kleinstorch von Wolfgang Hoffmann (NABU) und Ettenheimer Feuerwehr aus dem Nest geholt er wird in der Storchenstation Freiburg aufgepeppelt.

Ganz schön hoch!
Als Storch sollte man keine Höhenangst haben. Hier bekamen die Jungstörche einen Ring mit einer Nummer.
Jetzt sind sie als "Orschweirer-Störche" registriert.
Bild von 2004

Unter http://www.storchenzug.de
kannst du die Flugstrecke meiner Kollegen verfolgen.

Hast du oder deine Familie Interesse, dich für den Erhalt unserer Lebensräume zu engagieren,
so kannst du dich hier informieren:

Links:
Rudi-Rotbein
NABU- Naturschutzbund
NAJU-Natuschutzjugend

Vor Ort:
NABU-Ettenheim
J.-B.-Ferdinand-Str. 1
77955 Ettenheim

Telefon: 0 78 22 / 16 37
NABUEttenheim@aol.com (Herr Wolfgang Hoffmann)

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